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Speyerer Juden feiern Beginn des Jahres 5764
Neujahrsfest Rosh Haschana hoffnungsvoller Auftakt für weitere Aktivitäten
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(mp) Anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes feierte die Speyerer Gemeinde mit 45 Gläubigen am Wochenende den Einstieg ins Jahr 5764.
Ein Gottesdienst am eigentlichen Neujahrstag (Rosh Haschana) wurde mit Schofarblasen und Lesen in der Thora verbracht. Wie schon an Pessach (jüdisches Osterfest) fand dieser im Seniorenbüro statt.
Zum Vorbeten war Kantor angereist und die Thorarolle wurde gar aus Zürich gebracht, was die ganz besondere Stellung der Domstadt in der jüdischen Welt unterstrich.
Die jüdische Orientierung, die der Kantor und seine Frau den hiesigen Glaubensbrüdern während dieser Tage geben, bedeute viel für die neu auflebende kleine Gemeinde an diesem „ehrwürdigen, historischen Ort,
wie Vertreter aus der hiesigen jüdischen Glaubensgemeinschaft betonen. Nach dem gemeinsamen Gebet, das einige Stunden dauerte, setzten sich alle Anwesenden zu einer festlichen Mahlzeit, die von Familie
Korovai und Mithelfern mit viel Liebe und Mühe vorbereitet wurde. Auch diese hat ihren religiösen Charakter: es wird in gehobener Stimmung gesungen und über den Sinn des heiligen Tages gesprochen. Und das
Wichtigste: Alle Speisen sind streng „koscher, das heißt entsprechend den Speisegesetzen der Thora hergestellt. Um dies einzuhalten, haben die Organisatoren keine Mühe gescheut. So sind die Chaloth (Zopfbrote)
in Heidelberg besorgt worden, der Fisch wurde aus Straßburg nach Speyer transportiert.
Zwei Tage dauerte das Fest, das am Sonntagabend sein Ende fand. Die
Leitung und Mitglieder der Gemeinde sind der Stadtverwaltung sowie den Miterbeitern des Seniorenbüros nach eigener Aussage äußerst dankbar, dass ihnen die Räume unentgeltlich zu Verfügung gestellt wurden. Dank
gebühre auch der Organisation „Jahadus in der Schweiz, das dieses Ereignis überhaupt ermöglicht habe. Ein jüdisches Sprichwort besagt: „Alles läuft, wie man beginnt.
So hofft die hiesige Gemeinde, dass auch während des Jahres diese willkommenen Aktivitäten ihre Fortsetzung finden werden.
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Letzte Änderung: 1.10.2009
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(c) WebDesign: Andreas Niggemann. Fotos: Oksana Korovai, Andreas Niggemann
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